Demenz frühzeitig erkennen

Die 4 Stadien der Demenz

Demenz: Eine der gefürchtetsten Krankheiten weltweit


Demenz gehört zu den meist gefürchteten Krankheiten, und das aus gutem Grund. In Deutschland erhalten täglich rund 900 Menschen diese niederschmetternde Diagnose. Die Krankheit beeinflusst nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern stellt auch ihre Angehörigen und Pfleger vor immense Herausforderungen. Da der Verlauf der Demenz von Person zu Person stark variiert, ist es entscheidend, die individuellen Bedürfnisse und Symptome jedes Patienten zu verstehen und entsprechend zu behandeln.

Definition

Was ist Demenz und warum ist sie so gefürchtet?

Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung, die das Gehirn betrifft und zu einem allmählichen Verlust der geistigen Fähigkeiten führt. Dies beeinflusst das Gedächtnis, das Denken, die Orientierung und das Verhalten der Betroffenen. Die Symptome und der Verlauf der Demenz können von Person zu Person stark variieren. 

Demenz gehört zu den meist gefürchteten Krankheiten, weil sie das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen drastisch verändert. Die Diagnose bedeutet oft eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität und stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen.

So erkennen sie demenz frühzeitig

Die 4 Stadien der Demenz

Stadium 1: Das bedrohte Ich

Im ersten Stadium erkennen die Betroffenen selbst, dass etwas nicht stimmt. Sie verstecken ihre Einschränkungen oft aus Scham oder Angst und äußern ihre Sorgen nur gegenüber vertrauten Personen. Schlafprobleme und innere Unruhe sind häufig. Angehörige und Pfleger sollten den Betroffenen so viele Freiheiten wie möglich lassen und Aktivitäten fördern, die ihre Selbstständigkeit unterstützen, wie Gartenarbeit oder Bewegung. Diese Maßnahmen können helfen, die Anspannung zu lindern und ein Gefühl der Normalität zu bewahren.

Das bedrohte Ich

Stadium 2: Das verlorene Ich

Im zweiten Stadium wird die Verwirrung deutlicher. Betroffene zeigen Desorientierung und vermischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie erkennen manchmal selbst engste Angehörige nicht mehr, was zu Frustration und Angst führen kann. Es ist wichtig, positive Erinnerungen zu wecken, beispielsweise durch bekannte Musik oder alte Fotos. Diese Trigger können helfen, beruhigende Momente zu schaffen und die Verwirrung vorübergehend zu mildern.

Das verlorene Ich

Stadium 3: Das verborgene Ich

In diesem Stadium zieht sich die betroffene Person vollständig in ihre eigene Welt zurück. Die Kommunikation wird nahezu unmöglich, und die Mobilität nimmt stark ab. Angehörige können die Pflege oft nicht mehr alleine bewältigen und benötigen fachkundige Hilfe. Rund-um-die-Uhr-Betreuung wird erforderlich. Trotz der Herausforderungen ist es wichtig, ein sicheres und beruhigendes Umfeld zu schaffen, das den Patienten Geborgenheit bietet.

Das verborgene Ich

Stadium 4: Das versunkene Ich

Im letzten Stadium der Demenz scheint die Außenwelt für die Betroffenen kaum noch existent. Sie haben ein gesteigertes Ruhebedürfnis und verbringen die meiste Zeit sitzend oder liegend. Die Kommunikation erfolgt selten und nur über nonverbale Zeichen. Angehörige und Pfleger sollten sich auf sensorische Stimulation konzentrieren, etwa durch das Abspielen der Lieblingsmusik oder durch sanfte Berührungen. Solche Maßnahmen können gelegentlich positive Reaktionen hervorrufen und den Kontakt zur Umwelt etwas stärken

Das versunkene ich

Sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie sich Sorgen machen, dass Sie oder ein Angehöriger Anzeichen von Demenz zeigen, kann dieser kurze Test Ihnen helfen, Klarheit zu gewinnen. Beantworten Sie die folgenden Fragen ehrlich, um herauszufinden, ob es ratsam wäre, einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können den Verlauf der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.

  • Vergesslichkeit
    Haben Sie oder Ihr Angehöriger häufig Probleme, sich an kürzlich geschehene Ereignisse oder Gespräche zu erinnern? Beispiel: Vergessen Sie oft, was Sie gerade gemacht haben, oder wo Sie Ihre Alltagsgegenstände wie Brille oder Schlüssel abgelegt haben?
  • Desorientierung
    Kommt es vor, dass Sie oder Ihr Angehöriger sich in vertrauten Umgebungen verlaufen oder Menschen und Orte verwechseln?
    Beispiel: Haben Sie Schwierigkeiten, Ihren Weg nach Hause zu finden, obwohl Sie die Strecke gut kennen?
  • Sprachprobleme 
    Haben Sie oder Ihr Angehöriger Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden oder einfache Gespräche zu führen?
    Beispiel: Müssen Sie oft nach Worten suchen oder verwenden Sie häufig falsche Begriffe, sodass andere Mühe haben, Ihnen zu folgen?
  • Verhaltensänderungen
    Haben Sie oder Ihr Angehöriger auffällige Veränderungen in der Stimmung oder im Verhalten bemerkt, wie starke Ängstlichkeit, Aggression oder Depression ohne ersichtlichen Grund?
    Beispiel: Werden Sie plötzlich sehr misstrauisch gegenüber Familienmitgliedern oder verlieren Sie ohne ersichtlichen Grund das Interesse an sozialen Aktivitäten?
  • Alltagsbewältigung
    Fällt es Ihnen oder Ihrem Angehörigen schwer, alltägliche Aufgaben wie Kochen, Einkaufen oder Körperpflege selbstständig zu erledigen?
    Beispiel: Vergessen Sie, wie man eine vertraute Mahlzeit zubereitet oder können Sie sich nicht mehr an die Reihenfolge für die Zubereitung erinnern?
  • Interessenverlust
    Haben Sie oder Ihr Angehöriger das Interesse an Hobbys und sozialen Aktivitäten verloren, die früher Freude bereitet haben?
    Beispiel: Haben Sie plötzlich kein Interesse mehr an Aktivitäten, die Sie früher geliebt haben, wie Gartenarbeit oder Treffen mit Freunden?

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit “Ja” beantwortet haben, sollten Sie dringend in Erwägung ziehen, einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können entscheidend dazu beitragen, den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern.

Handeln Sie jetzt: Frühzeitige Hilfe kann den Unterschied machen

Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Vereinbaren Sie am besten direkt einen Termin bei Dr. Lindauer, um eine genaue Diagnose und individuelle Beratung zu erhalten. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns unter [+49 40 524 70 60 60] an, um weitere Unterstützung zu erhalten und die notwendigen Schritte einzuleiten. Je früher Sie handeln, desto besser können Sie und Ihre Angehörigen unterstützt werden.